Mittwoch, 12. September 2007

Eröffnung des "Domäne Wachau"-Kellers

Lebensqualität und Lebensart bewahren

  In Dürnstein eröffnete Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am 12. September, den neuen "Domäne Wachau-Keller". "Mit dieser Eröffnung wird eine neue Ära eingeläutet, die den WinzerInnen Mut geben soll. In der Wachau sind die wirtschaftlichen Weichen gestellt, um auf sehr hohem Niveau auf der ganzen Welt mitzuspielen. Der Landeshauptmann wies auch darauf hin, dass die Weinbautradition in Niederösterreich auch künftig nicht unter die Räder geraten dürfe. Wir müssen unsere Lebensqualität und Lebensart bewahren und auch an die nächsten Generationen übergeben.


   Die Arbeiten am neuen Keller wurden im Frühjahr 2007 gestartet. Der Keller bildet den Abschluss einer Reihe von Maßnahmen in der jüngeren Vergangenheit, die vom Unternehmen "Freie Weingärtner Wachau" zur Festigung ihrer Position gesetzt wurden: Bau einer Flaschenfüll- und Etikettieranlage im Jahr 2002, Eröffnung einer neuen Vinothek 2004, innerbetriebliche Reorganisation im Jahr 2005 und schließlich die Wiedereröffnung des restaurierten Kellerschlössls 2006.

   Die Freien Weingärtner Wachau zählen zu den bedeutendsten Weinproduzenten Österreichs. Von rund 650 Mitgliedern werden etwa 470 Hektar Weinbaufläche und damit ein Drittel der Wachau bewirtschaftet. Insgesamt füllt die Genossenschaft jährlich etwa 2,5 Millionen Flaschen. Mit der Top-Linie "Domäne Wachau" werden vielfach ausgezeichnete Weine exklusiv für Fachhandel und Gastronomie geboten; man ist auch im gehobenen Segment des österreichischen Lebensmittelhandels erfolgreich tätig. Als Mitglied des Gebietsschutzverbandes "Vinea Wachau" sind die Freien Weingärtner Wachau einer der Leitbetriebe der Region und vermarkten die international erfolgreichen Kategorien "Steinfeder", "Federspiel" und "Smaragd". Die Hauptsorten sind Grüner Veltliner, Riesling und Neuburger.

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Donnerstag, 6. September 2007

Bisamberg: Ziegen im Dienste der Natur

LIFE-Natur Projekt sichert Lebensräume für seltene Pflanzen-und Tierarten

Der Bisamberg ist ein ganz wesentlicher Bestandteil des Grüngürtels rund um Wien und steht unter besonderem Schutz. Als Naherholungsgebiet für die WienerInnen sehr beliebt und als Weinbaugebiet über die Grenzen der Stadt bekannt, bietet die höchste Erhebung des nördlichen Wiens aber auch einzigartige Lebensräume etwa für Pflanzen und Tiere, die es unbedingt zu erhalten bzw. weiter zu verbessern gilt.

So lautet eine Zwischenbilanz des LIFE-Natur Projektes "Bisamberg Habitat Management", das seit Mitte 2006 läuft. Hauptziele des Projekts sind die Wiederherstellung von Halbtrocken- und Trockenrasenflächen am Bisamberg durch das Zurückdrängen von Büschen, die Verbesserung des Lebensraums für Ziesel und für den Steppen-Beifuß.

Das Projektgebiet umfasst die beiden Natura 2000-Gebiete Bisamberg in Wien und Niederösterreich und hat eine Fläche von 702 Hektar. Die Stadt Wien betreibt das Projekt gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und der Marktgemeinde Langenzersdorf. Die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) und das Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien (MA 49) entwickeln gemeinsam Pflegemaßnahmen und sind für deren Durchführung zuständig. Mit dem Projektmanagement wurde der Distelverein beauftragt. Das bis 2010 laufende Projekt wird von der EU über LIFE-Natur zu 60 Prozent gefördert und vom Lebensministerium mitfinanziert.

Die Landschaft um den Bisamberg wird seit der Steinzeit vom Menschen geprägt. Bis ca. 1880 für den Weinbau genutzt, wurden die Weingärten durch den Einfall der Reblaus aufgegeben und als Weideland genutzt. Nachdem auch die Weidewirtschaft immer mehr zurückging, drohten Sträucher und Gehölze die für den Bisamberg und die Alten Schanzen typischen Trockenrasen und die damit verbundene Pflanzen- und Tierwelt zu verdrängen.

Orchideenreichtum auf den Trockenrasen

Die Trockenrasen am Bisamberg und auf den Alten Schanzen zeichnen sich durch einen hohen Orchideenreichtum aus. Die größte Orchideenart unter ihnen ist die Adriatische Riemenzunge, die bekannteste wohl der Frauenschuh. Aber auch weniger bekannte Orchideenarten wie Ragwurz und Knabenkraut gedeihen am Bisamberg. Segelfalter und Gottesanbeterin finden auf den Trockenrasen ideale Lebensbedingungen. Auch das Ziesel fühlt sich auf offenen, kurzrasigen Graslandschaften wohl. Um diesen Pflanzen- und Tierreichtum zu erhalten und zu verbessern, müssen die Rasen vom dichten Buschwerk befreit werden.
Ziegen als Landschaftserhalterinnen

Um die Trockenrasen und deren Artenvielfalt erhalten zu können, ist regelmäßige Pflege und eine extensive Nutzung notwendig. Hervorragende Arbeit leisten in diesem Zusammenhang Tiere, die den Boden abgrasen. Im Frühling begann die MA 49 eine Ziegenherde am Bisamberg einzusetzen. Ziegen sind gut geeignet, da sie nicht nur Gras und Kräuter, sondern auch Triebe und Blätter von Sträuchern fressen. Nach einer Eingewöhnungsphase wurden die 13 Ziegen Mitte Juni von den Wiesen um den Magdalenenhof auf die LIFE-Weideflächen umgestellt. Wo vor wenigen Monaten noch Buschwerk die Rasen überwucherte, grasen nun die Tiere. Kleinere Weideeinheiten wurden mit Elektrozaun eingezäunt, bis die Vegetation abgeweidet ist. In den bisher zwei Weidemonaten wurden so bereits drei Weideflächen mit etwa 10.000 Quadratmeter gepflegt. Im Bereich des Magdalenenhofs soll bis November 2007 ein Stall für die Winter-Unterbringung der Ziegen errichtet werden, um eine langfristige Beweidung der Flächen zu ermöglichen.

o Der Folder "Bisamberg Habitat Management" kann bei der Wiener Umweltschutzabteilung im Internet oder per Telefon bestellt werden:
Foldertelefon: 01/4000-88220
Internet: www.umweltschutz.wien.at/

o Schautafeln auf der Elisabethhöhe, im Bereich der Falkenwiese und auf den Alten Schanzen bieten SpaziergängerInnen die Möglichkeit, sich vor Ort über das Projekt zu informieren.

Vier Natura 2000-Schutzgebiete in Wien

Natura 2000 ist ein EU-weites Netz von Schutzgebieten, in dem jeder Mitgliedsstaat schützenswerte Gebiete von europäischer Bedeutung einbringt. In Österreich sind insgesamt 163 Gebiete als Natura 2000-Schutzgebiete ausgewiesen, vier davon liegen in Wien.

Dienstag, 4. September 2007

Kunst & Wein in der Kellergasse Haugsdorf

Veranstaltet vom Weinbauverein Haugsdorf-Jetzelsdorf, findet am Samstag, 18., und Sonntag, 19. August, in der Kellergasse Haugsdorf im nördlichen Weinviertel zum mittlerweile 14. Mal "Kunst & Wein" statt. Im Rahmen des vielfältigen Programms für kunstinteressierte Weinliebhaber verwandeln sich Presshäuser und Kellerröhren in Galerien sowie malerische Kellerplatzerln in die Kulisse für Lesungen und Konzerte unter Sternen; eröffnet wird am Samstag um 16 Uhr.

   Mit dabei ist heuer auch Peter Turrini, der eigene Texte lesen wird, zudem erzählt Georg Markus "Heiteres aus Österreich" und liest Lisa Lercher aus "Leichen im Keller". Herbert Eigner und Florian Hartl präsentieren ihr Literaturkabarett "Sperrstund' is. Von Räuschen und anderen Seligkeiten". Für die musikalische Umrahmung sorgen das Kollegium Kalksburg ("Imma des söwe") und die Weinviertler Fiata-Musi. Dazu gesellen sich die Ausstellungen "Übermalen eigener Arbeiten" von Alfred Biber, "Kellerwächter und andere Kreaturen" von Reinhold Wilhelm, "Impressionen rund um den Wein" von Günter Stockinger und "Aspekte des Seins" von Anita Lehner. Zu den Ausstellungen und Lesungen ist der Eintritt frei.

   Ergänzt wird das Programm mit Weinkulinarien, den Weingesprächen "Südtirol zu Gast in Haugsdorf", Kostständen mit mehr als 30 ausgesuchten Rot- und Weißweinen aus der Region, einem Literatur- und einem Kinderkeller.

   Nähere Informationen unter 0650/935 74 36, Irene Zöch, und www.kunstundwein.at.